Bundespräsident

Bundespräsident a.D. Christian Wulff beim Sozialpolitischen Aschermittwoch der Kirchen im Dom-Essen zu Gast. Wulff hat sich für mehr Engagement und gegen ein Klima der Angst und des Misstrauens in der Gesellschaft stark gemacht. Auch angesichts von Globalisierung und Zuwanderung brauche Deutschland „nichts von dem aufgeben, was uns stark gemacht hat“, sagte Wulff und nannte beispielhaft den Rechtsstaat, die mittelständisch geprägte Wirtschaft und den Föderalismus. Deutschland müsse auch seine Vielfalt nicht aufgeben, sagte er mit Blick auf die Einwanderungsgeschichte des Ruhrgebiets. Hinsichtlich der religiösen Vielfalt in Deutschland forderte Wulff die katholische und evangelische Kirche auf, sich noch stärker öffentlich dafür einzusetzen, dass auch Muslime in Deutschland selbstverständlich dazu gehören. „Multi-Kulti im Sinne von Beliebigkeit ist sicher gescheitert“, betonte Wulff. Aber ein „Multi-Kulturalismus“ auf Basis klarer Bekenntnisse sei das Gebot der Stunde. Der Alt-Bundespräsident warb für klare Haltungen auf der Grundlage der deutschen Verfassung. „Wer die Verfassung nicht achtet, muss mit entschiedener Gegenwehr rechnen – egal ob es sich um Fundamentalisten, Rechts- oder Linksextremisten handelt.“ Und er schloss mit einem deutlichen Plädoyer zur Zuversicht: „Das Einzige, wovor wir wirklich Angst haben müssen, das ist die Angst. Sie darf nicht die Leitschnur unseres Redens und Handelns sein.“

Auch der Präses der Evangelische Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, hat sich heute für ein friedliches Miteinander stark gemacht. Danke!

Bild könnte enthalten: 2 Personen, Personen, die lachen

Keine Fotobeschreibung verfügbar.